Versicherungsschutz für Manager

Der Deutsche Bundestag hat am 18. Juni 2009 den Entwurf eines Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) verabschiedet.
Der Bundesrat hat sich am 10. Juli 2009 mit dem VorstAG befasst.

Das Gesetz ist nicht zustimmungspflichtig und ist am Tag nach der Verkündung in Kraft getreten.

Ziel des VorstAG ist es, die Anreize in der Vergütungsstruktur für Vorstandsmitgliederin Richtung einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensführung zu stärken. Unter anderem gibt es nun für Vorstände von Aktiengesellschaften eine gesetzliche Verpflichtung zur Vereinbarung eines Selbstbehalts, sofern eine Directors and Officers Liability (D&O)-Versicherung abgeschlossen wird. Der Selbstbehalt beträgt mindestens 10 Prozent des jeweiligen Schadens. Absolute Obergrenze für alle Schadensfälle in einem Jahr ist ein Betrag, der mindestens dem Eineinhalbfachen der jährlichen Festvergütung entsprechen muss. Eine privatrechtliche Absicherung des Selbstbehalts durch eine Versicherung ist möglich.