28.11.2018

Workshops zu ISDA SIMM in Zusammenarbeit mit der VÖB-Service GmbH am 19. November

Den Risikomanagern mancher Banken mögen die neuen Besicherungs-Vorschriften für außerbörslich gehandelte und nicht zentral geclearte Derivate einiges Kopfzerbrechen bereiten. Vor allem die regulatorischen Anforderungen an die Berechnung der anfänglichen Sicherheitsleistung (Initial Margin), die zur Absicherung des potentiellen Wiedereindeckungsaufwands ab Beginn eines z.B. abgeschlossenen Zins- oder Kreditderivats von beiden Geschäftspartnern hinterlegt werden soll, stellen dabei eine große Herausforderung dar. Die Berechnung von Risikokennzahlen für Derivate obliegt grundsätzlich beiden Geschäftspartnern. Dabei verwendet jede größere Bank ihre eigenen internen Modelle und je komplexer das Produkt, desto komplexer sind typischerweise auch die Modelle. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide Geschäftspartner zum selben Ergebnis kommen, ist daher grundsätzlich eher gering.

Dies hat die ISDA erkannt und mit ISDA SIMMTM (Standard Initial Margin Model) eine Formel entwickelt, die den Geschäftspartnern die Berechnung der Initial Margin erleichtert.

Nach der Begrüßung durch Tara Kruse, ISDA, und Silke Borgs, VÖB-Service GmbH, standen am Vormittag die Hintergründe und Grundlagen für das Verständnis der ISDA SIMMTM-Methodik, deren Implementierung und Anwendung im Vordergrund.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der technischen Aspekte und technischen Umsetzung von ISDA SIMMTM.

Zahlreiche Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, sich direkt mit den Referenten der ISDA über die Details und Fragen der Anwendung auszutauschen.