Lehrgang mit Hochschulzertifikat "Certified Compliance Officer (CCO)"

Der Begriff „Compliance“ bedeutet im Zusammenhang mit der Unternehmenskultur die Einhaltung von Regeln jeglicher Art. Unternehmen müssen angemessene und wirksame organisatorische Vorkehrungen treffen, unter anderem durch Organisations- und Arbeitsanweisungen, um die Einhaltung der für sie geltenden Regeln und Pflichten sicherzustellen. Viele Jahre stand in Banken vorrangig die Sicherstellung der Vorgaben im Bereich der „klassischen“ Compliance, wie z. B. der sogenannten „Wertpapier-Compliance“, Betrugsbekämpfung und Geldwäsche im Vordergrund. Heute und in der Zukunft ist die Compliance-Funktion, nach KWG und MaRisk, wichtiger denn je. Neben einer Internen Revision ist Compliance nun unabdingbarer Bestandteil des internen Kontrollsystems.

In enger Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Arbeitskreis Compliance & Governance, in dem derzeit rund 70 große und mittelgroße Banken aus allen drei Säulen des Bankgewerbes mit rund 120 Mitgliedern vertreten sind, entwickelten die Academy of Finance und die EBS Universität für Wirtschaft und Recht gemeinsam den Certified Compliance Officer (CCO) mit Hochschulzertifikat.
Das modulare Zertifikatsangebot umspannt die fünf Kern-Compliance-Sparten. Nicht zuletzt durch den Einsatz eines Compliance-Management-Systems (CMS vgl. IDW PS 980) zeichnet sich dieser Lehrgang insbesondere durch ein bislang nicht da gewesenes Praxis-Niveau inkl. arbeitsfähiger Muster-Dateien aus.
Das Referententeam des Zertifikatslehrgangs setzt sich aus erfahrenen Inhouse-Compliancern zusammen, die ihr jeweiliges Erfahrungswissen einbrachten und ihre Expertisen miteinander verwoben haben. So wird sichergestellt, dass die Lehrgangsinhalte konsequent auf die Themen und Fragestellungen fokussiert werden, die ein erfahrener Praktiker kennt und im Tagesgeschäft in der Regel immer wieder benötigt.
Die Schwerpunkte orientieren sich an:

  • Grundlagenvertiefung / Öffnungsklauseln
  • Prozessübersichten / Kernpflichten
  • Gefährdungsanalysen / Risk-Assessments
  • Risikobewertungen, Strategien, Einzelmaßnahmen
  • Kontrollpläne, Risikokreisläufe
  • Jahres- / Ad-hoc-Berichte
  • Risikostrategien
  • Stellenbeschreibungen
  • Best-practice / Einzelmaßnahmen, die sich im Austausch mit Prüfern und Aufsicht bewährt haben

Selbstverständlich finden auch aktuelle Themen aus der Praxis stets Berücksichtigung. Auf die fortlaufende Wiederholung von längst bekannten Grundlagen wird bewusst verzichtet.
Alle Compliance-Sparten werden mittels eines integrierten Compliance Management Systems zusammengeführt, welches sich an den Anforderungen des etablierten IDW PS 980 (Prüfungsstandard zur Prüfung von Compliance-Systemen) orientiert und diese konsequent mit Praxisbezug umsetzt.  

Zielgruppe

Die berufsbegleitende Qualifikation „Certified Compliance Officer (CCO) AoF / EBS“ richtet sich an etablierte Fach- und Führungskräfte aus der Bank- und Finanzwirtschaft sowie vorgebildete Bewerberinnen und Bewerber, die eine entsprechend umfassend verantwortungsvolle Tätigkeit anstreben. Die vermittelten und zertifizierten Inhalte bewegen sich demgemäß auf einem fortgeschrittenen Niveau.

Es erfolgt eine konsequente, prozessorientierte Vermittlung der Inhalte anhand konkreter Gefährdungsanalysen, Kontrollpläne, Berichte, Arbeitsanweisungen etc., die sich in der Praxis bewährt haben. Kollegial mit anderen Professionals.

Daher kommt die Qualifikation neben der zuvor beschriebenen Zielgruppe auch für Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, die eine oder mehrere Compliance-Funktionen neu einführen, optimieren oder zu einem verständlichen und haftungsminimierenden Gesamtsystem zusammenfügen wollen.

Inhalt - Modularer Aufbau und Zertifizierungen
Die Qualifikation ist als Gesamt-Lehrgang konzipiert. Dieser besteht aus fünf Fach-Modulen (1 bis 5), die den aufsichtsrechtlich etablierten Beauftragten-Funktionen entsprechen, sowie aus einem geteilten, verbindenden Modul (A und Z), welches zugleich die übrigen Module von wiederkehrenden Themen entfrachtet. Die Module 1 bis 5 können einzeln oder gesamthaft belegt, absolviert und somit abgeschichtet zertifiziert werden. Die Module A und Z sind nicht einzeln buchbar.
A. Grundstein: Compliance-Management-System (vgl. IDW PS 980) - 1 Tag
1. Zertifizierter Beauftragter Geldwäsche und Betrugsprävention (AoF / EBS) -  2 Tage
2. Zertifizierter Beauftragter MaRisk-Compliance (AoF / EBS) - 2 Tage
3. Zertifizierter Beauftragter Wertpapier-Compliance (AoF / EBS) - 2 Tage
4. Zertifizierter Beauftragter Informationssicherheit (AoF / EBS) - 2 Tage
5. Zertifizierter Beauftragter Datenschutz (AoF / EBS) - 2 Tage
Z. Schlussstein: Integriertes Compliance Management System (vgl. IDW PS 980) inkl. Abschlussprüfung und Zertifikatsverleihung - 2 Tage

Durch das Bestehen aller Module werden die Inhalte miteinander verbunden und das Gesamt-Zertifikat mit der Berechtigung zum Führen des Titels „Certified Compliance Officer (CCO) AoF / EBS“ erlangt.

Einstieg und Reihenfolge der Module sollten aus didaktischen Gründen grundsätzlich diesen Vorgaben folgen, können jedoch auch variiert werden.
Am Abend des Modul A ist eine gemeinsame Veranstaltung geplant.

Konzeption und fachliche Leitung

Martin Daumann, Rechtsanwalt und zertifizierter Compliance-Officer, ist Head of Compliance der Degussa Bank AG, wo er für Entwicklung, Aufbau und Verzahnung der unterschiedlichen Compliance-Sparten (MaRisk-Compliance, Informationssicherheit, WpHG-Compliance und Geldwäsche-Prävention) verantwortlich ist. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Compliance- und Outsourcing-Umfeld unterschiedlicher Banken ist er Experte für prüfungssichere Fachkonzeptionen und den Aufbau von Compliance-Strukturen.
Zudem ist er Autor und Herausgeber diverser Fachpublikationen und Gründer des Frankfurter Arbeitskreises Compliance und Governance mit rund 120 Mitgliedern von mehr als 70 großen und mittleren Banken aus allen drei Säulen des deutschen Bankgewerbes.
RA Martin Daumann, Frankfurter Arbeitskreis Compliance und Governance

Wissenschaftliche Leitung

Rolf Tilmes war von 2007 bis 2016 Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School und ist seit 2007 der wissenschaftliche Leiter des PFI Private Finance Institute / EBS Finanzakademie der EBS Business School.
Das seit über 25 Jahren unter der Marke der EBS Finanzakademie existierende Weiterbildungsangebot des PFI Private Finance Institute gehört zu den ersten Angeboten der EBS Business School im Education-Bereich mit Fokus auf den Finance-Bereich.
Prof. Dr. Rolf Tilmes, Wissenschaftlicher Leiter PFI Private Finance Institute, EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Kursverlauf / Prüfungen

Die Prüfungsabnahme in den Modulen 1 bis 5 erfolgt jeweils in Klausurform zu Beginn des jeweiligen Folgemoduls 2 bis Z.

Die Prüfung beginnt jeweils um 09:00 Uhr.

Im Modul Z wird zur abschließenden Prüfung für das Gesamtzertifikat eine Gruppen-/Projektarbeit inklusive Präsentation der Ergebnisse vorgenommen.

Kosten

8.450 EUR (umsatzsteuerfrei gemäß § 4 Nr. 22a UStG).
Module 1 bis 5 sind einzeln buchbar.


Modul A - Grundstein: Compliance-Management-System (vgl. IDW PS 980)
(11. März 2020 in Bonn)

Modul 1 - Geldwäsche und Betrugsprävention
(12. bis 13. März 2020 in Bonn)

Modul 2 -MaRisk-Compliance
(02. bis 03. April 2020 in Oestrich-Winkel, EBS Universität für Wirtschaft und Recht)

Modul 3 - Informationssicherheit
(04. bis 05. Mai 2020 in Oestrich-Winkel, EBS Universität für Wirtschaft und Recht)

Modul 4 -WpHG-Compliance
(15. bis 16. Juni 2020 in Oestrich-Winkel, EBS Universität für Wirtschaft und Recht)

Modul 5 - Datenschutz
(07. bis 08. September 2020 in Oestrich-Winkel, EBS Universität für Wirtschaft und Recht)

Modul Z - Schlussstein: Integriertes Compliance Managementsystem (vgl. IDW PS 980; inkl. Intensiv-Training Krisenfall)
Abschlussprüfung / Zertifikatsverleihung

(30. September bis 01. Oktober 2020 in Oestrich-Winkel, EBS Universität für Wirtschaft und Recht)

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Kontakt per E-Mail

Termin
11.03.2020 - 01.10.2020
Gebühr
8.450,00 EUR (umsatzsteuerfrei gemäß §4 Nr. 22a UStG)