Neue Vergütungsanforderungen für Wertpapierinstitute – erste Umsetzungserfahrungen

Beschreibung

Seit dem 26. Juni 2021 gilt für die etwa 750 Wertpapierinstitute in Deutschland ein neuer Aufsichtsrahmen. Hierzu gehören auch veränderte Anforderungen an die Angemessenheit der Vergütungssysteme. Gesetzgeber und Aufsicht haben die nationale Umsetzung im Rahmen der vergütungsbezogenen Regelungen des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Wertpapier-Institutsvergütungsverordnung (WpI-VergV) vorgenommen. Zudem sind ergänzende Umsetzungsvorgaben der EBA beachtlich.

Anknüpfend an der Klassifizierung des einzelnen Wertpapierinstituts auf Grund seiner Größe und der Verflechtung mit anderen Finanz- und Wirtschaftsakteuren kommen unterschiedliche Vergütungsregelungen zur Anwendung. Obwohl die Neuregelungen für die Wertpapierinstitute eigentlich zu einer Entlastung von kleineren und mittleren Wertpapierinstituten führen sollte, bringt die Umsetzung für viele Wertpapierinstitute durchaus ein Mehr an Komplexität und Umsetzungsaufwand – und auch ggf. materielle Auswirkungen für die Vergütungsempfänger.

In unserem halbtägigen Seminar klären wir den Stand der Regulierungsvorgaben und ihre Auswirkungen auf die verschiedenen Institutsklassen. Wir bewerten die bisherige Umsetzungspraxis und geben Anleitung für konforme Vergütungslösungen. Im Mittelpunkt stehen die umfangreichen neuen Bestimmungen für die mittelgroßen Wertpapierinstitute.

Inhalte

  • Neuer Vergütungsrahmen für Wertpapierinstitute
    • EU (IFR/IFD und EBA-Umsetzungsbestimmungen)
    • National (WpIG und WpI-VergV, MaComp)
  • Neuerungen für Wertpapierinstitute der Klasse 1 im Überblick
  • Vergütungsregime für Wertpapierinstitute der Klasse 2
    • Anwendungsbereich (Institute, Mitarbeiter, Vergütung)
    • Erweiterte Vergütungs-Governance (Aufsichtsrat, Vergütungskontrollausschuss, Vorstand, Kontrolleinheiten)
    • Anforderungen an variable Vergütung (fix vs. variabel, Obergrenze, Gesamtbetrag, Verbot von Absicherungen, Dokumentation)
    • Besondere Vergütungselemente (Garantien, Zulagen, Abfindungen, Retentions, Long Term Incentives)
    • Risk Taker-Ermittlung und -Vergütung (Anwendung der Selektionskriterien, Aufschiebung, Instrumente, Malus/Clawback)
    • Offenlegung von Vergütungsangaben
    • Vergütungssysteme in der JA-Prüfung
  • Vergütungsregime für Wertpapierinstitute der Klasse 3
    • Anwendungsbereich (Institute, Mitarbeiter, Vergütung)
    • Vergütungs-Governance (Compliance, Risikomanagement)
    • Anforderungen an variable Vergütung (quantitative vs. qualitative Kriterien, Dokumentation, keine Interessenkollision, NPP)
  • Fragen / Diskussion / Ausblick

Teilnehmerkreis

Das Seminar richtet sich an Mitglieder von Geschäftsleitungs- und Aufsichtsgremien sowie von Vergütungskontrollausschüssen in Wertpapierinstituten, Fach- und Führungskräfte, die in der Praxis mit der Ausgestaltung und Umsetzung von Vergütungssystemen betraut sind (z.B. in Personal, Compensation & Benefits, Risikocontrolling, Compliance und Revision).

Bonus

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24.03.2022, 09:30-17:00 in Bonn & online (hybrid)

Die regulatorischen Anforderungen an die Ausgestaltung und Umsetzung der Vergütungssysteme werden im Rahmen von immer neuen Interventionen von Gesetzgeber und Aufsicht verschärft. Im Mittelpunkt der nationalen Regelungen für Banken steht die InstitutsVergV, die im Jahr 2020 erneut novelliert wird. Gleichzeitig überarbeitet die BaFin ihre begleitende Auslegungshilfe. Grundlage für die Veränderungen sind verschärfte Bestimmungen des EU-Gesetzgebers und der EBA.

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Ihr Ansprechpartner
Kathleen Weigelt

Kathleen Weigelt

+49 228 8192-221

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Dauer
4 Stunden
Seminarsprache
Deutsch
Referenten
Gebühr
390,00 EUR (umsatzsteuerfrei gemäß §4 Nr. 22a UStG)