Digitalisierung und Digitalkompetenz in Banken

Ort: Hotel Holiday Inn Düsseldorf City, Toulouser Allee 5, 40211 Düsseldorf

Termin: Dienstag, 05. November 2019, ca. 15:00 - 18:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Jochen Werne (Chief Development & Visionary Officer, Autor und preisgekrönter NGO-Gründer), Werner Schulte (IT/Organisation/Interne Dienste, NRW.BANK), Hermann Vogel und Matthias Wieking (Geschäftsführer, Beckmann & Partner Consult), Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH) u.a.m.

Nachlese: Digitalisierung und technologischer Wandel sind wichtige Treiber von Wettbewerb, Stabilität und Risiken. Das Bankwesen wie das Finanzsystem generell ist dabei massiv betroffen, denn es ändern sich die Marktbedingungen, es treten neue Anbieter auf und es werden Geschäftsmodelle grundlegend in Frage gestellt. Erkennbar sind schon jetzt grundlegende Änderungen im Kundenverhalten, neue Technologien und neue Wettbewerber, aber auch ganz neue Anforderungen an Bankmitarbeiterinnen und Bankmitarbeiter sowie neue Arbeitsmethoden und agile Mindsets (NewWork). Es ist aus heutiger Sicht jedoch nicht klar, wie das technologisch veränderte Finanzsystem der Zukunft wirklich aussieht, es ist nicht klar, ob darin FinTechs eine zentrale Rolle spielen oder die Banken von heute ihre wichtige Rolle behaupten können. Klar ist lediglich, dass Wettbewerbsprozesse disruptiv sein können und dass Banken ohne Digitalisierungsstrategie und ohne nachhaltiges Geschäftsmodell zwangsläufig aus dem Markt ausscheiden werden, wie jedes andere Unternehmen auch.
Der rapide voranschreitende technologische Wandel verändert nicht nur unsere Gesellschaft, sondern insbesondere die Arbeitswelt – und stellt Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vor immer neue Herausforderungen. Im Abschlusspaket der Tarifparteien im privaten und öffentlichen Bankgewerbe haben sich die Arbeitgeber und Gewerkschaften deshalb u.a. darauf verständigt, den rund 190.000 Beschäftigten Qualifizierungsmöglichkeiten insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung aufzuzeigen. Gerade vor diesem Hintergrund sollten sich Banken mit Digitalkompetenz wappnen, Risiken und Chancen der Digitalisierung analysieren sowie technologische Änderungen und deren Auswirkungen abschätzen.
Unsere BANKENNETZWERK-Veranstaltung hat in diesem Kontext sowohl NewWork und neue Arbeitsmethoden (Agilität) als auch allgemeine Aspekte der Digitalisierung (KI, Plattformökonomie, Blockchain u.a.m.) thematisiert.Geboten wurde ein Einblick in die Herausforderungen der Digitalisierung sowie konkrete Handlungsempfehlungen zum Auf- und Ausbau von Digitalkompetenz.  


3. PRMIA FRTB und IRRBB Kongress

in Kooperation mit dem BANKENNETZWERK

Ort: DZ BANK, Ludwig-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf

Termin: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 08:30 – 17:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Dr. Sven Ludwig (Regional Director, PRMIA/Managing Director, FIS), Dr. Martin Knippschild (Konzernrisikocontrolling, DZ BANK), Dr. Andreas Werner (Partner, d-fine), Michael Speth (CRO und Mitglied des Vorstands, DZ BANK), Neil Esho (Deputy Secretary General, Basel Committee on Banking Supervision), Ira Steinbrecher (Head of division, BAFIN), Alexander Tsorlinis (Head of Market Risk, Raiffeisen Bank International), Dr. Robert Schulze (Head of Pricing and Risk Model Infrastructure, UniCredit – HvB), Olga Petrenko (Allianz), Dr. Moritz Kiese (Partner, d-fine), Dr. Dirk Talkenberger (Leitung Risikomanagement Bewertung Finanzprodukte, DekaBank), Dirk Heise (Senior Accounting & Regulatory Services, Finance, DekaBank), Udo Amroß (Head of Market and Liquidity Risk, Deutsche Pfandbriefbank), Dr. Erwin Pier Ribbert (Head of Market Risk, DZ BANK), Jochen Theis (Head of Market Risk Methodology, Deutsche Bank), Dr. Jens Rödiger (Senior Manager, d-fine), Nadja Schuster (Principal, d-fine), Ottmar Bongers (Special Advisor, BaFin), Christian Saß (Bundesverband deutscher Banken) und Dr. Kerstin Drachter (Bundesverband Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken).
 

Unser Thema:
An dem Kongress haben 14 lokale und internationale Experten Einblicke und praktische Ansätze zu den aktuellen Themen der IRRBB und FRTB präsentiert und geteilt. Dabei wurden u. a. folgende wichtige Fragestellungen beantwortet: Praktische Herangehensweise an IRRBB, NII aus finanzieller Sicht, EVE aus Sicht eines Risikomanagers, FRTB: IMA-Ansatz und seine Relevanz für Säule II, Liquiditätsrisiko und konsequentes Bankmanagement - von der Vision zur Realität, Bewältigung nichtfinanzieller Risiken wie IT-Risiken.


IBOR, EONIA, €STR – Lösungsansätze für die Umsetzung der Benchmark-Reform

Ort: BearingPoint GmbH, Speicherstraße 1, Frankfurt am Main

Termin: Mittwoch, 26. Juni 2019, 15:00 bis 19:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Dr. Cornelia Holthausen (Deputy Director General Market Operations, Europäische Zentralbank, EZB), Ciarán McGonagle (Assistant General Counsel, International Swaps & Derivatives Association – ISDA), Patrick Sehn (Direktor, Landesbank Baden-Württemberg LBBW) und Dr. Robert Bosch (Partner, BearingPoint GmbH).
Moderation: Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH)

Nachlese: Das Bekanntwerden des LIBOR-Skandals im Jahr 2012 stellte die Verlässlichkeit der Referenzzinssätze in Frage. Als Folge wurde das Financial Stability Board (FSB) 2013 von der G20 damit beauftragt, die Referenzzinsätze zu reformieren. Entsprechende Reformen mündeten in der EU-Benchmark-Regulierung, die u.a. die Weiterverwendung des EONIA und EURIBOR zum Ende 2021 untersagt. Parallel dazu wird die Britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) Ende 2021 die Unterstützung der LIBOR-Sätze einstellen. Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und Industrieverbände haben neue Referenzzinssätze erarbeitet, die bis zur Einstellung der bisherigen Referenzzinssätze durch die Finanzindustrie zu adaptieren sind. Im Ergebnis handelt es sich um eine fundamentale Veränderung der Marktpraxis, die von unterschiedlichen Interessengruppen getrieben ist. Auf die neuen risikofreien Referenzzinssätze umzustellen, stellt Finanzinstitutionen vor enorme Herausforderungen, die sich auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirken.
Unsere BANKENNETZWERK-Veranstaltung hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Banken und Sparkassen einen tiefen Einblick in die Herausforderungen, die durch die anstehende Benchmark-Reform auf Banken zukommen, gegeben. Ausgewiesene Experten erklärten die komplexe Thematik, zeigten Umsetzungshürden sowie Lösungen und gaben konkrete Handlungsempfehlungen für die betroffenen Fachbereiche.


Marktmissbrauch, Börsenbetrug und Kapitalmarkt-Compliance

Ort: Kanzlei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK, Georg-Glock-Straße 4, 40474 Düsseldorf

Termin: Mittwoch, 30. Januar 2019, 18:00 bis 20:30 Uhr

Fachvortrag und Diskussionsrunde mit Sebastian de Schmidt (Referatsleiter Insiderüberwachung, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin), Andreas Freudenmann (Leiter der Handelsüberwachung, Börse Stuttgart), Dr. André-M. Szesny, LL.M. (Rechtsanwalt und Partner, HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK), Dr. Stefan Hirschmann und Bostjan Godler (VÖB-Service GmbH).

Nachlese: Die Marktmissbrauchsrichtlinie (MAD II) sowie die EU-Verordnung über Marktmissbrauch (Market Abuse Regulation; MAR) dienen der Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation und definieren strafrechtliche Sanktionen für Compliance-Verstöße im Handelsgeschäft. Für Banken ziehen die regulatorischen Vorgaben eine ganze Reihe organisatorischer Maßnahmen nach sich. Dazu gehören klare Berichtspflichten und Verantwortlichkeiten, die Einbindung der für die Aufdeckung von Marktmissbrauch und Insiderhandel zuständigen Mitarbeiter in die Organisation der relevanten Geschäftsprozesse sowie eine konsequente Untersuchung aufgedeckter Geschäfte und Aufträge inkl. der Einbindung der Internen Revision bei der Untersuchung und Aufarbeitung. Von besonderer Bedeutung ist darüber hinaus die vorgeschriebene Einführung eines automatisierten Überwachungssystems, das sämtliche Geschäftsaktivitäten abdecken muss. Die Institute müssen Richtlinien und Verfahren dokumentieren, um zu gewährleisten, dass der Handel ihrer Kunden im Einklang mit den Vorschriften und Verfahren der relevanten Handelsplattformen erfolgt, an welche die Aufträge dieser Kunden weitergeleitet werden. Die Compliance-Mitarbeiter müssen schnell verfolgen und reagieren können, die Sicherstellung kontrollierter Meldungen gewährleisten und adäquate Qualifizierungen nachweisen. Zudem müssen direkte Verantwortlichkeiten für die Verdachtsmeldungen definiert und eine integritätsfördernde Unternehmenskultur geschaffen werden.


Mastering Collateral Management – Regulatorik umsetzen, Prozesse optimieren

Ort: Steigenberger Frankfurter Hof, Am Kaiserplatz, Bethmannstraße 33, 60311 Frankfurt am Main

Termin: Mittwoch, 21. November 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr

Fachvorträge und Diskussionsrunde u.a. mit Michael Cyrus (DekaBank), Andreas Ersfeld (VERMEG), Badreddine Ouali (VERMEG Group), Björn Alexander Senger (Commerzbank AG), Donatas Tamelis (Commerzbank AG) und Dr. Ralf Winckler (Capgemini).

Nachlese: Collateral Management im Handelsgeschäft umfasst den Prozess der Reduzierung von Risiken aus OTC-Derivaten sowie Repo-Leihegeschäften durch die Hinterlegung von Sicherheiten in Form von Barmitteln oder Wertpapieren. Im Hinblick auf die Wertentwicklung der Handelsgeschäfte, etwa eines OTC-Derivats, ergeben während der Vertragslaufzeit zwischen den Vertragsparteien gegenseitige Forderungen, die als offene Risikopositionen im Rahmen des Margining zur Absicherung der Nichterfüllung vertraglicher Pflichten besichert werden müssen. Diverse Faktoren beeinflussen aktuell die Sicht auf das Collateral Management sowohl auf der Buy- als auch auf der Sell-Side. Die Veränderungen sind vor allem durch regulatorische Anforderungen, neue Marktstandards, die Verknappung hochwertiger und liquider Assets sowie durch das Kundengeschäft getrieben und bedürfen einer strategischen Herangehensweise. Die Veranstaltung hat Notwendigkeiten bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen auf sowie Lösungen bei der Anpassung oder Implementierung der benötigten IT-Systeme und Infrastruktur gezeigt.

 


Sustainable Finance - Nachhaltigkeit in der Finanzwelt

Ort: DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Kämmergasse 22, 50676 Köln

Termin: Mittwoch, 24. Oktober 2018, 14:00-18:30 Uhr

Fachvorträge und Diskussionsrunde u.a. mit Jan Köpper (GLS Gemeinschaftsbank eG), Anton Bonnländer (Bank für Sozialwirtschaft AG), Prof. Dr. Anatolij Antonov (much-net AG), Nikolai Bukureschtliew (much-net AG) und Christiane Rudolph (DEG).

Nachlese: Aufbauend auf den Empfehlungen der „Sustainable Finance“-Expertengruppe hat die EU-Kommission im Rahmen des Kapitalmarktunionprojektes einen Aktionsplan zur nachhaltigen Ausrichtung der europäischen Finanzmärkte ausgearbeitet. Dabei sollen u.a. nachhaltige Anlagerichtlinien für institutionelle Investoren vorgeschrieben sowie die Nachhaltigkeit in das Risikomanagement von Banken integriert werden. Das Handeln der Akteure muss sich an einem umfangreichen Regelwerk aus gesetzlichen Vorgaben, freiwilligen Verpflichtungen zu Nachhaltigkeit, Umweltpolitik oder Corporate Governance-Grundsätzen sowie nationalen und internationalen Branchenstandards orientieren. Banken, Kapitalanlagegesellschaften, institutionelle Investoren und weitere Marktteilnehmer müssen sich frühzeitig mit den Anforderungen, Chancen und Risiken auseinanderzusetzen, die sich mittelbar und unmittelbar aus Sustainable Finance ergeben. Die Veranstaltung zeigte Erfordernisse, Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die Nachhaltigkeit in Finanzunternehmen im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung zu gestalten, zu managen und zu messen. Berücksichtigt wurden aktuelle regulatorische Vorgaben sowie moderne branchenspezifische Nachhaltigkeitsmanagementinstrumente.


Situatives Banking in der Immobilienfinanzierung – Business Breakfast

Ort: Academy of Finance Bonn, c/o VÖB-Service GmbH, Godesberger Allee 88, 53175 Bonn

Termin: Freitag, 05. Oktober 2018, 09:00 bis 11:00 Uhr

Fachvortrag und Diskussionsrunde u.a. mit Christian Klingler, Leiter Vertriebsbereich Immobilien (Sparkasse Rhein-Nahe), Prof. Dr. Dieter Rohrmeier (Hochschule der Sparkassen in Bonn), Prof. Uwe Döring-Katerkamp (Institut für angewandtes Wissen in Köln) sowie Kathleen Weigelt und Dr. Stefan Hirschmann (VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Das Kundenhandeln ist immer weniger vorhersehbar. Strategien auf Basis starrer Segmentierungen sind daher kritisch zu hinterfragen. Durch einen Perspektivwechsel kann dem Kunden besser begegnet werden. Situatives Banking setzt den Schwerpunkt auf Begleiten und Beobachten von Kunden, um situativ zu interagieren. Die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Instituts hängt entscheidend von der Fähigkeit ab, die eigenen Stärken in überzeugende Angebote für Kunden zu verwandeln. Dabei ist es wichtig zu verstehen, was ein Kunde von einem Anbieter erwartet, wie er vorgehen möchte und was für seine endgültige Wahl des Anbieters entscheidend ist. Die entsprechenden Kriterien unterscheiden sich mittlerweile nicht nur von Kunde zu Kunde, sondern bei ein und demselben Kunden, wenn es sich um unterschiedliche Produkte (Giro, Baufinanzierung etc.) handelt.

Das Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit den Gästen ein neues Konzept zu diskutieren, das diesen situativen Bedarf eines Kunden erfasst und zeigt, wie vertriebliche Aktivitäten darauf abgestimmt werden. Exemplarisch zeigten wir anhand der Themenwelt Immobilien, welche Konsequenzen sich daraus praktisch ergeben. Dabei begaben wir uns mit Ihnen gemeinsam auf die Kunden-Reise durch das Abenteuer Wohnen und machten erfahrbar, welche neuen Erkenntnisse sich gewinnen lassen und wie diese neuen Erkenntnisse in attraktive Angebote überführt werden. Insbesondere, wie Sie die Stärken ihres Institutes besser zur Geltung bringen.


Zukunft der Arbeit – Banken auf dem Weg zur agilen Organisation

Termin: 12. Juni 2018
Ort: Cofinpro AG, Untermainkai 27-28, 60329 Frankfurt am Main

Nachlese:
Digitale Kompetenz ist wesentlich fürs Lernen, Arbeiten und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Der rapide voranschreitende technologische Wandel verändert nicht nur unsere Gesellschaft, sondern insbesondere die Arbeitswelt – und stellt Unternehmen und ihre Beschäftigten vor immer neue Herausforderungen. Fest steht schon jetzt: Tätigkeiten, Arbeitsvorgänge und Kundenbeziehungen werden sich durch Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse nachhaltig verändern. Die Vielzahl neuartiger Technologien und Anwendungen, die mit dem digitalen Wandel einhergehen, können Unternehmen professionell und gewinnbringend nutzen – wenn sie die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und ihre Beschäftigten ausreichend dafür qualifizieren.
Im Rahmen der BANKENNETZWERK-Veranstaltung in Frankfurt diskutierten  Dr. Daniel Bartsch (Creditshelf GmbH), Daniel Höfelmann (Aareal Bank AG), Gerald Prior (Cofinpro AG) und Dr. Olaf Zeitnitz (VisualVest GmbH) mit Moderator Dr. Stefan Hirschmann (VÖB-Service GmbH) über den Reifegrad bei Banken auf dem Weg zur agilen Organisation.

Rund zwei Drittel der Kreditinstitute in Deutschland bewerten die zunehmende Digitalisierung in den vergangenen drei Jahren im Hinblick auf ihre eigene Geschäftstätigkeit positiv oder stark positiv. 69 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre hin zu einer agilen Organisation verändern wird. Die zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Cofinpro AG in Zusammenarbeit mit der VÖB-Service GmbH und dem Bankmagazin, die im Rahmen der BANKENNETZWERK-Veranstaltung vorgestellt wurde. Agile Organisationsformen erachten demnach 91 Prozent der Befragten als wichtig bzw. sehr wichtig. Von besonderer Bedeutung wird in diesem Zusammenhang die Offenheit für Neues und die Aufnahme von Impulsen von außen genannt, eine hohe Flexibilität und Wandlungsfähigkeit sowie flache Hierarchien und zeitliche Ressourcen für Neues. Als größte Hürden werden überholte Strukturen, Systeme und Prozesse sowie regulatorische Zwänge und Anforderungen des Risikomanagements gesehen. Für eine moderne Unternehmenskultur spielen nach Angaben der befragten Fach-und Führungskräfte von Finanzinstituten unternehmerisches Handeln, eine Kultur des Lernens, der Kooperation und des Vertrauens die größte Rolle.


Unternehmenskultur im Wandel durch die digitale Revolution

Termin: 14. März 2018
Ort: NRW.BANK, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf

Nachlese:
Damit die digitale Transformation gelingt, ist ein fundamentaler Wandel der bisherigen Unternehmenskultur unerlässlich. Natürlich haben sich viele Unternehmen mit der Digitalisierung befasst. Digitalisierung betrifft allerdings nicht nur den Einsatz moderner Technologien, ist keine exklusive Domäne der IT-Abteilung, sondern betrifft auch die Bereitstellung innovativer Arbeitsumgebungen und neuer Denkweisen. Menschen müssen bei der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien stets mitgenommen werden – das ist entscheidend, damit aus der Digitalisierung heraus wirklich ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht. Das erfordert nicht nur umfangreiche Schulungsmaßnahmen, sondern auch einen Bewusstseinswandel.

Nicht nur Beschäftigte in Softwareunternehmen müssen heute über IT-bezogene Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Sowohl digitale Grundfähigkeiten als auch Spezialwissen im IT-Bereich sind in allen Branchen gefragt. Dabei ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) weist deshalb darauf hin, dass Qualifizierung integrativer Bestandteil eines jeden Arbeitsplatzes werden muss, damit Unternehmen und Beschäftigte mit der erhöhten Veränderungsdynamik am Arbeitsplatz Schritt halten können.

Wie man so etwas strategisch im Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen angeht, haben Experten im Rahmen einer Veranstaltung des „Bankennetzwerks“ in Düsseldorf gezeigt. Unter der Überschrift „Unternehmenskultur im Wandel durch die digitale Revolution“ diskutierten Digitalisierungs- und Finanzierungsprofis am 14. März 2018 mit rund 80 Gästen bei der NRW.Bank. Michael Stölting, Vorstand der NRW.Bank, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, Verbandsvorsteher der ITK Rheinland sowie Vorstand der Digitalen Stadt Düsseldorf e.V., sowie Prof. Dr. Martin R. Wolf, Lehrstuhlinhaber für Management von Informationstechnologie an der FH Aachen, schafften mit Impulsvorträgen ein gemeinsames Verständnis für Digitalisierungsdefinitionen und -aufgaben sowie Umsetzungsstrategien in der Praxis. Dr. Peter Güllmann, Bereichsleiter Unternehmens- und Infrastrukturfinanzierung bei der NRW.Bank, Dr. Nico Peters, Geschäftsführer der COMPEON GmbH, sowie Björn Schnare, Digital Leader bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank e.G., gaben der Diskussionsrunde zusätzliche Denkanstöße.

Für viele Unternehmen ist die größte Herausforderung, dass sich digitale Prozesse nur selten flexibel auf das klassische Geschäft und die altbekannten Strukturen übertragen lassen. Entsprechend hoch ist der Druck, die strategische Ausrichtung kritisch zu hinterfragen und der neuen Zeit anzupassen. Chancen der Digitalisierung können sich jedoch nur entfalten, wenn ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur in Angriff genommen wird. Statt starrer Hierarchien sind Agilität und flexible Strukturen gefragt, bei denen ein Arbeiten in autonomen Teams im Mittelpunkt steht. Nur wenigen Konzernen ist dieser Wandel schon gelungen. Sie agieren in Start-up-Strukturen, schaffen Digitaleinheiten und virtuelle Arbeitsplätze. Der Großteil tut sich hingegen mit der neuen Normailtät noch schwer.


Compliance-Frühstück: Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf 2018

Termin: 18. Januar 2018 (9.00-11.00 Uhr)
Ort:Frankfurt am Main
Referent:
Martin Daumann, Head of Compliance der Degussa Bank AG

Nachlese:
2018 wird abermals ein Jahr intensiver Regulierung mit einer Fülle von Aufgaben für alle Compliance-Beauftragten. MaRisk 6.0, BAIT und Cybersicherheit, das neue Datenschutzregime mit der EU-DSGVO und dem überarbeiteten Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie der anstehende Gesetzesvorschlag für die Fünfte EU-Geldwäscherichtlinie ziehen jede Menge Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf nach sich. Nach einer aktuellen Auswertung des regulatorischen Infodienstes RADAR, der Compliance-Verantwortliche bei der Erfüllung bankaufsichtlicher Vorgaben gemäß MaRisk AT 4.4.2. unterstützt, sind alleine im Jahr 2017 rund 500 neue Normen für die Finanzwirtschaft hinzugekommen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent entspricht – Tendenz weiter steigend. 42 Prozent davon entstammen den nationalen Urhebern Deutschlands (BaFin, Deutsche Bundesbank, BGH, Bundesregierung, Bundesministerien usw.), 45 Prozent der Normen ist den europäischen Urhebern (BCBS, EZB, EBA, ESMA, FATF, IOSCO usw.) zuzuordnen, 13 Prozent den supranationalen Normenemittenten.

Etwa 50 Compliance-Experten tauschten sich vor diesem Hintergrund im Rahmen der Veranstaltung über den aus dieser Entwicklung entstehenden Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf aus. Präsentiert wurde u.a. ein neues Bildungsangebot mit Hochschulzertifikat – der Lehrgang "Certified Compliance Officer (CCO)" –, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Frankfurter Arbeitskreis Compliance & Governance, der Academy of Finance Bonn und der EBS Universität für Wirtschaft und Recht entwickelt wurde.

Die Notwendigkeit anerkannter Compliance-Qualifizierungen ergibt sich darüber hinaus aus einem BGH-Urteil vom 9. Mai 2017 (BGH 1 StR 265/16), demgemäß von höchstrichterlicher Seite explizit die Anstrengungen eines Unternehmens honoriert werden, ein Compliance Management System (CMS) aufzubauen bzw. kontinuierlich zu verbessern. Es lohnt sich auch während eines laufenden Verfahrens, das System permanent zu prüfen und die Prozesse zu optimieren. Das Organ erfüllt durch die Etablierung eines CMS seine ihm kraft Gesetzes obliegende Verantwortung. Für das Organ kann dies bedeuten, dass es sich im Falle einer ordnungsgemäßen Einrichtung eines CMS jedenfalls im Grundsatz von einer strafrechtlichen Haftung (teilweise) befreien kann. Dafür ist u.a. ein glaubwürdiges und in sich widerspruchsfreies CMS sowie die Fortbildung der Mitarbeiter in Compliance-Angelegenheiten erforderlich.

Dr. Stefan Hirschmann

Dr. Stefan Hirschmann

+49 228 8192-138