TIBER-DE und Cyber Risk Management in der Praxis

Ort: virtuell

Termin: Montag, 12. Juli 2021, 14:00 - 15:30 Uhr

Virtuelle Diskussionsrunde mit Dr. Jürgen Walter (TIBER Test Manager im TIBER Cyber Team der Deutschen Bundesbank), Timo Boldt (Leiter Compliance, TeamBank AG) und Olaf Zißner (Abteilungsleiter Non-Financial Risk, VÖB-Service GmbH).

Unser Thema: 

Das Thema Cyber- und Informationssicherheit hat in den jüngsten Monaten nochmal erheblich an Bedeutung gewonnen und ist für die Unternehmen sicherlich eines der wichtigen Themen. Cyberkriminelle arbeiten global, nutzen alle Möglichkeiten der Digitalisierung und betreiben ein hochprofessionelles Geschäft - ein Eindruck den nicht nur das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem Cybercrime-Lagebericht bestätigt.

Die EZB hat bereits vor einiger Zeit mit TIBER-EU ein europäisches Rahmenwerk veröffentlicht, auf dessen Grundlage die Widerstandsfähigkeit der Finanzmarktteilnehmer und des Finanzmarktes durch kontrollierte Cyber-Angriffe getestet wird. Das Rahmenwerk zu bedrohungsgeleiteten Red Teaming beinhaltet Regeln und Mindeststandards, nach denen die Institute ihre Cyber-Abwehrfähigkeit durch beauftragte Hacker überprüfen lassen können. Ziel ist es, Sicherheitsschwachstellen zu identifizieren, um diese zu schließen, aber auch Awareness für die Bedeutung des Themas Cybersicherheit zu schaffen.

In Deutschland wird TIBER über die Deutsche Bundesbank durch das TIBER Cyber Team betreut und umgesetzt. Es richtet sich in erster Linie an Banken, Versicherungen, Finanzmarktinfrastrukturen und wichtige Dienstleister der vorgenannten Unternehmen.

Herr Dr. Jürgen Walter (TIBER Test Manager im TIBER Cyber Team der Deutschen Bundesbank) stellt Ihnen TIBER-DE, die deutsche Umsetzung des europäischen Rahmenwerkes vor und berichtet von gesammelten Erfahrungen aus bereits durchgeführten TIBER-Tests.

Rund 80% der Cyberangriffe werden durch – oft auch unbewusstes – menschliches Fehlverhalten auf Seite der angegriffenen Organisation erst ermöglicht. Neben der technischen und prozessualen Sicherheit ist insofern auch die Stärkung der physischen Informations- und Unternehmenssicherheit von wesentlicher Bedeutung, um die Resilienz des eigenen Unternehmens zu festigen. Die physische Unternehmenssicherheit ist ein Aspekt, der bei den TIBER-Überlegungen oft nicht hinreichend gewürdigt wird. Am Beispiel der TeamBank wird Ihnen Herr Timo Boldt (Leiter Compliance) in einem Praxisbericht schildern, welche Bedeutung die physische Informationssicherheit bei der TeamBank hat. Herr Boldt erläutert dabei insbesondere, welchen Stellenwert die Gefahrenquelle Social Engineering einnimmt und wie dieses Risiko nachhaltig gemildert wird.

Erfahren Sie die Details in unserer virtuellen Gesprächsrunde im BANKENNETZWERK.

Nachhaltigkeitsberichterstattung in Banken und Anforderungen an das Reporting

Ort: virtuell

Termin: Mittwoch, 30. Juni 2021, 11:30 - 12:30 Uhr

Virtuelle Diskussionsrunde mit Michaela Valdivia (Direktorin, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB), Yvonne Quint (Partnerin, BearingPoint), Dr. Andreas K. Gruber (Leiter Public Affairs & Nachhaltigkeit, Deutsche Kreditbank AG), Thomas Grotowski (Projektleiter Sustainable Finance, UniCredit Bank AG) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Unser Thema: 

Der Aktionsplan der Europäischen Union (EU) für die Finanzierung nachhaltigen Wachstums zeichnet den Pfad für die künftige Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen vor, denen vor allem die Kreditwirtschaft unterliegt. Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und sollen Finanzströme stärker in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken. Hieraus ergibt sich ein entsprechender Handlungsbedarf in verschiedenen Dimensionen, nicht zuletzt mit Blick auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Jüngst hat die Europäische Kommission das umfassende Sustainable Finance „April-Package" verabschiedet, das drei wesentliche Maßnahmen enthält. Erstens wird mit der delegierten Verordnung zur EU-Taxonomie der erste Teil der technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie eingeführt. Anhand dieser Kriterien wird zukünftig bestimmt, welche Tätigkeiten wesentlich zur Erreichung der beiden ersten in der Taxonomie-Verordnung festgelegten Umweltziele beitragen, die Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz. Mit dem Vorschlag zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird zweitens eine Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen überarbeitet. Damit wird der Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen ausgeweitet und die inhaltlichen Anforderungen an eine Nachhaltigkeits-berichterstattung neu gefasst. Drittens wird mit der Verabschiedung von sechs Änderungsrechtsakten zur MiFID II, IDD, UCITSD sowie AIFMD die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Wohlverhaltensregeln sowie den Vorgaben zum Anlegerschutz sichergestellt.

Hinzu kommt ein EBA-Konsultationspapier zu neuen Offenlegungsanforderungen bzgl. ESG-Risiken im Rahmen der Säule III-Transparenzanforderungen sowie der Entwurf der Delegierten Verordnung zum Artikel 8 der EU-Taxonomie, der Detaillierungen zum Nachhaltigkeitsreporting enthält. Die verschiedenen Normen und entsprechenden Rechtsakte machen deutlich, dass sich die Sustainable Finance bezogenen regulatorischen Anforderungen nicht losgelöst voneinander umsetzen lassen. Vielmehr müssen Finanzinstitute ihr Datenmanagement um die ESG-Anforderungen erweitern und ein ganzheitliches ESG-Datenmanagement etablieren.

Was dabei zu beachten ist, welche Lösungsansätze es gibt und wie sich die Perspektive der betroffenen Unternehmen darstellt, war Gegenstand unserer virtuellen Gesprächsrunde im BANKENNETZWERK.

Banker im Homeoffice: Auf dem Weg zur neuen Normalität?

Ort: virtuell

Termin: Dienstag, 18. Mai 2021, 11:30 - 12:30 Uhr

Virtuelle Diskussionsrunde mit Katrin Spelz (Leiterin Personal und Kommunikation, Landesbank Saar), Knuth Lausen (Bereichsleiter Personal, Investitionsbank Schleswig-Holstein), Katharina Schmachtenberger (Rechtsanwältin, FinLegal – Rechtsanwaltsgesellschaft für die Finanzbranche mbH), Matthias Wieking (Geschäftsführer, Beckmann & Partner CONSULT GmbH) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie war und ist die Verlagerung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Heimarbeit ein zentrales Mittel. Von den Berufstätigen arbeitet mittlerweile fast jeder Zweite im Homeoffice. Im Branchenvergleich hat die Finanzwirtschaft mit rund 75 % sogar den höchsten Anteil. Wirklich beeindruckend ist das Ausmaß der virtuellen Neugestaltung und Innovationskraft, etwa bei Bewerber- und Einstellungsgesprächen, beim Onboarding neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei der Durchführung von Personal-, Kunden oder Beratungsgesprächen.

Die Arbeitsprozesse, -Methoden und -Verhaltensweisen haben sich dadurch zum Teil fundamental gewandelt und ein radikales Umdenken in der Kultur vieler Unternehmen erzwungen. Digitale Technologien sind der Schlüssel, um die Arbeitsfähigkeit im Homeoffice zu gewährleisten, sie können aber auch ein Risikofaktor sein und sich bei mangelnder IT-Sicherheit als Schwachstelle im System erweisen. Eine professionelle IT-Governance ist deshalb unerlässlich. Dass mobiles Arbeiten und mobiles Lernen zum Standard werden könnten, schien lange Zeit kaum denkbar. Mittlerweile sind jedoch die immensen Potenziale sichtbar geworden, viele interimistische Lösungen dürften als Blaupause für die Zukunft taugen. Dafür müssen allerdings noch weitreichende Grundlagen geschaffen werden und manchmal sind auch einige banale Kniffs und Tricks dazu geeignet, die Arbeit zuhause professioneller und effizienter zu gestalten.

Überdies müsste die Politik das Arbeitsrecht zwingend modernisieren, etwa indem aus der Zeit gefallene Regelungen gestrichen und für die Heimarbeit unpraktikable und absurde Vorgaben ersetzt werden. Für andere ist mobiles Arbeiten häufig auch mit Einsamkeit und sozialer Isolation verbunden. Nicht alle mögen ohne persönliche Kontakte zu anderen Menschen im Rahmen der Arbeit sein und nicht alle wollen ausschließlich digital kommunizieren. Multitasking heißt in diesen Zeiten zudem häufig, neben der Arbeit die Kinder zu betreuen oder ihnen beim „Homeschooling“ zu helfen sowie Hausarbeiten zu erledigen.

Ziel der virtuellen Diskussionsrunde war es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Finanzunternehmen Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten sowie neue Lösungsansätze und Ideen mit ausgewiesenen Fachexperten zu diskutieren.


Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung

Banken im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität

Ort: virtuell

Termin: Mittwoch, 17. März 2021, 11:00 - 12:00 Uhr

Virtuelle Diskussionsrunde mit Dagmar Kolb (Compliance Officer, Deutsche Börse AG), Dr. Alexander Putzer (Head of Governance & Compliance, LGT Bank AG), Martin N. Daumann (Director Compliance Consulting Operations, SKS Unternehmensberatung GmbH & Co. KG) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ist nicht durchgehend effektiv und kosteneffizient organisiert. Zudem liegt die Last primär auf den Schultern der Finanzindustrie. Einerseits wird Deutschland vorgeworfen, ein Eldorado für Geldwäsche zu sein. Andererseits sind die Lasten zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität höchst ungleich verteilt. Noch immer kommen etwa 99 Prozent der Verdachtsmeldungen aus dem Finanzsektor, wovon rund 90 Prozent auf Banken entfallen. Nur etwa ein Prozent der Meldungen werden durch den Nichtfinanzsektor abgegeben. Zwar wurden auch Immobilienmaklern, Notaren, Goldhändlern und Auktionshäusern strengere Meldevorschriften auferlegt, doch in die praktische Umsetzung ist bislang vergleichsweise wenig gelangt. Letztlich stehen nach wie vor die Banken im Kampf gegen die Wirtschaftskriminalität in vorderster Front. Das hat Konsequenzen bei den Regulierungskosten, aber auch bei der Bereitstellung von Ressourcen, IT-Lösungen und der Qualifizierung und Weiterbildung von Fachpersonal.

Ziel der virtuellen Diskussionsrunde war es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Finanzunternehmen einen Einblick in die Compliance-Aktivitäten der Finanzwirtschaft zu geben sowie neue Compliance-Lösungsansätze zu zeigen und mit ausgewiesenen Fachexperten zu diskutieren.


Nachhaltigkeit – Regulierung – Digitalisierung:

Umsetzung der EU-Taxonomie Sustainable Finance mit Künstlicher Intelligenz

Ort: virtuell

Termine: Donnerstag, 17.12.2020, 11:00 - 12:00 Uhr und Mittwoch, 17. Februar 2021, 11:00 - 12:00 Uhr

Fachvortrag und Diskussionsrunde mit Michaela Valdivia (Direktorin, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB), Dr. Hans-Peter Güllich (Gründer und CEO, Dydon AG) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Die Integration von Nachhaltigkeit in die Betriebswirtschaft ist eine logische Konsequenz, die den gesellschaftlichen und unternehmerischen Mehrwert miteinander koppelt. Die drei wichtigsten Trends sind eine moderne Unternehmensführung, der gesellschaftliche Wandel sowie die Anforderungen aus Politik und Finanzaufsicht. Der Transformationsprozess ist für Finanzinstitute mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, die die Gesamtorganisation betreffen. Änderungen von Strategien, Modellen und operativen Prozessen sind die Folge. Dies betrifft vor allem die Geschäftsstrategie und Governance, die Unternehmens- und Führungskultur, das Risikomanagement, den Abschluss und Lagebericht, die Transparenzpflichten und den Vertrieb.

Die Europäische Kommission hat mit dem Green Deal und dem Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in das Zentrum ihrer Arbeit gerückt. Dabei wird dem Finanzsektor eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Kernstück des EU-Aktionsplans für Nachhaltigkeit ist die Etablierung eines einheitlichen Klassifikationssystems (Taxonomie) für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, um damit den Grad der ökologischen Nachhaltigkeit einer Investition messen zu können. Die Taxonomie stellt den Rahmen für die Beurteilung von Wirtschaftstätigkeiten und soll schrittweise in die EU-Rechtsvorschriften integriert werden.

Ziel des Webinars war es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Finanzunternehmen einen Einblick in diese Thematik zu geben sowie einen neuen Lösungsansatz zu zeigen, der mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen erleichtert.

Aufzeichnung des Webinars vom 17.12.2020

Aufzeichnung des Webinars vom 17.02.2021


Ein Jahr Corona-Krise:

Aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für die Finanzwirtschaft

Ort: virtuell

Termin: Mittwoch, 10. Februar 2021, 12:30 – 13:30 Uhr

Offene Diskussionsrunde mit Magdalena Knigge (NORD/LB), Dr. Christian Einhaus (Deutsche WertpapierService Bank AG), Christoph Heid (Deutsche Bundesbank), Dr. Roland Pulfer (Business-DNA Solutions GmbH) moderiert von Dr. Stefan Hirschmann (VÖB-Service GmbH).

Nachlese: 
Die vergangenen Monate waren in der Finanzwirtschaft durch niedriges Zinsniveau, hohe Regulierungsintensität, wachsenden Wettbewerb sowie zunehmenden Druck auf die Geschäftsmodelle durch die digitale Transformation sowie von spürbaren ökonomischen Auswirkungen durch die Corona-Krise geprägt. Vor allem die Pandemie hatte viele Institute unvorbereitet getroffen und die Notwendigkeit verdeutlicht, ein funktionsfähiges Risiko- und Notfallmanagement zu betreiben und entsprechende Risikoszenarien zu modellieren. Dabei sind eine weitgreifende Übersicht und die professionelle Steuerung der wesentlichen Themen wie Risiko, Informationssicherheit, Regulierung, Personal und Technologie essentiell.

In der moderierten Gesprächsrunde via Webinar diskutierten Experten aus der Finanzindustrie über ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus den letzten 12 Monaten. Überdies wurden auf die Zukunft ausgerichtete Lösungsansätze erörtert.


Rechts- und Compliance-Risiken im Bankgeschäft

Ort: virtuell

Termin: Donnerstag, 12. November 2020, 16:30 - 18:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Sebastian Glaab (Rechtsanwalt & Chief Compliance Officer, VTB Bank Europe SE), Hartmut T. Renz (Rechtsanwalt & Chief Country Compliance Officer, Citigroup Global Markets Europe AG), Holger Heuschen (Geschäftsführer, FinLegal – Rechtsanwaltsgesellschaft für die Finanzbranche mbH) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Im Anschluss an den fachlichen Veranstaltungsinhalt präsentierte sich die neu gegründete FinLegal – Rechtsanwaltsgesellschaft für die Finanzbranche mbH der Fachöffentlichkeit. FinLegal bietet Rechtsdienstleistungen in bankaufsichtlichen und regulatorischen Fragestellungen an und ist ein Kooperationspartner der VÖB-Service GmbH.

Nachlese:

Die Compliance-Funktion in der Finanzwirtschaft hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen und ist zu einem wichtigen Drehkreuz zwischen Risikomanagement, Recht, Regulierung, Interne Revision, Datenschutz und Controlling geworden. Sie ist für die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften sowie entsprechender Kontrollen verantwortlich und somit immer näher an die klassische Rechtsabteilung gerückt – sei es in einer Bank, einem Versicherungsunternehmen oder in einer Kapitalverwaltungsgesellschaft. Gleichwohl gibt es zwischen Legal und Compliance klare Abgrenzungen. Etwa im Hinblick auf Verbraucherschutz, Prüfungsaufgaben sowie Rechtsberatung nach innen und außen.
Neben steigenden regulatorischen Anforderungen entstehen sowohl unter juristischen Gesichtspunkten als auch im Rahmen von Rechtsberatung immer komplexere Geschäftsprozesse, die durch unterschiedliche risikoorientierte Stabsabteilungen überwacht werden. Dabei kommt es unausweichlich zu Überschneidungen der Aufgabengebiete. In welcher Art und Weise diese verschiedenen Fachabteilungen wie Legal und Compliance zusammenarbeiten und wie eine unternehmensweite Governance Risk & Compliance Policy aussieht, gestaltet sich von Unternehmen zu Unternehmen durchaus unterschiedlich. Ein starke Rechts- und Compliance-Kultur ist indes ein Schlüsselfaktor, um Risiken zu reduzieren.


Virtuelles Tischgespräch: Risiken managen und steuern in der Coronakrise

Ort: virtuell
Die offene Gesprächsrunde via Webinar war eine moderierte Fachdiskussion zwischen Experten und Interessenten mit der Möglichkeit, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen stellen und aktiv mitdiskutieren konnten.

Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2020, 12:30 - 13:30 Uhr

Diskussionsrunde mit Heike Brings (Head of Governance & Compliance, DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH), Yvonne Janssen (Head of OpRisk, Deutsche Apotheker- und Ärztebank), Dr. Roland Pulfer (Chief Executive Officer, Business-DNA Solutions GmbH), Prof. Dr. Svend Reuse (Mitglied des Vorstands, Kreissparkasse Düsseldorf), Moderation: Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Niedriges Zinsniveau, hohe Regulierungsintensität, wachsender Wettbewerb sowie zunehmender Druck auf die Geschäftsmodelle durch die digitale Transformation sind nach wie vor wichtige Herausforderungen für die deutsche Kreditwirtschaft. Hinzugekommen ist nun zusätzlich die Corona-Pandemie, deren ökonomische Folgen hart sind. Dieser Schock hat viele Institute unvorbereitet getroffen und die Notwendigkeit verdeutlicht, ein funktionsfähiges Risiko- und Notfallmanagement zu betreiben und entsprechende Risikoszenarien zu modellieren. Aufgrund der Pandemie und der zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen ist die Wirtschaftstätigkeit vorübergehend eingebrochen, sind Gesellschaft und Märkte in weiten Teilen aus der Spur gekommen. Jetzt geht es darum, den Wiederaufbau nach Covid-19 zu organisieren und zu finanzieren. Dabei sind eine weitgreifende Übersicht und die professionelle Steuerung der wesentlichen Themen wie Risiko, Kontinuität, Sicherheit, Regulierung, Personal und Technologie essenziell.
Ziel des virtuellen Tischgesprächs war es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Finanzunternehmen einen Einblick in diese Thematik zu geben sowie Lösungs- und neue Beratungsansätze zu diskutieren.


Fördergeschäft und Fördermittelberatung –
Jahresauftaktveranstaltung 2020

Ort: KfW Bankengruppe, Eingang Zeppelinallee 8 / Westarkade, 60325 Frankfurt am Main

Termin: Donnerstag, 06. Februar 2020, 15:00 - 18:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Dr. Burkhard Touché (Abteilungsdirektor, KfW Bankengruppe), Dominik Lamminger (Mitglied der Geschäftsleitung, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB), Tobias Robbe (Bevollmächtigter Betreuung Fördermittel, DZ Bank AG), Jens Fröhlich (Leiter Fördermittel & Exportfinanzierung, IKB Deutsche Industriebank), Dr. Klaus Hollenberg (Abteilungsleiter Agribusiness, Rentenbank), Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH) u.a.m.

Nachlese:
Fördermittel sind hochgradig attraktiv. Je nach Finanzbedarf und Zielgruppe bieten Bund und Länder – teilweise mitfinanziert aus Mitteln der EU – unterschiedliche Förderinstrumente zur Unterstützung von Gründerinnen und Gründern, öffentlichen Einrichtungen und Kommunen oder mittelständischen Unternehmen an. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen bieten Fördermittel zahlreiche Möglichkeiten, Vorhaben effizient und kostengünstig zu realisieren. Derzeit sind mehr als 2.000 Förderinstrumente verfügbar. Für viele Adressaten ist das Fördermittel-Universum jedoch undurchschaubar, der Informationsbedarf hoch. Und mehr noch: Im Rahmen von Finanzierungsgesprächen zwischen Kreditnehmern mit der Hausbank werden nicht selten überhaupt keine Angebote zur Nutzung von Fördermitteln unterbreitet. Einerseits mag dies an der aktuellen Zinssituation liegen, da auch Förderprogramme die historisch niedrigen Zinsen nicht immer unterbieten können. Andererseits erweist sich der bürokratische Aufwand als Hürde zur Nutzung von Förderprogrammen, da eine schnelle Kreditentscheidung bei der Finanzierungsanfrage ein entscheidender Faktor ist. Oft fehlt aber auch schlicht die erforderliche Fachkenntnis und Beratungskompetenz.

Unsere BANKENNETZWERK-Jahresauftaktveranstaltung 2020 hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Banken und Sparkassen einen tiefen Einblick in die Herausforderungen der Fördermittelberatung gegeben sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die betroffenen Fachbereiche aufgezeigt. Das Event richtete sich zugleich an alle zertifizierten Fördermittelberater (VÖB).


Digitalisierung und Digitalkompetenz in Banken

Ort: Hotel Holiday Inn Düsseldorf City, Toulouser Allee 5, 40211 Düsseldorf

Termin: Dienstag, 05. November 2019, ca. 15:00 - 18:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Jochen Werne (Chief Development & Visionary Officer, Autor und preisgekrönter NGO-Gründer), Werner Schulte (IT/Organisation/Interne Dienste, NRW.BANK), Hermann Vogel und Matthias Wieking (Geschäftsführer, Beckmann & Partner Consult), Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH) u.a.m.

Nachlese: Digitalisierung und technologischer Wandel sind wichtige Treiber von Wettbewerb, Stabilität und Risiken. Das Bankwesen wie das Finanzsystem generell ist dabei massiv betroffen, denn es ändern sich die Marktbedingungen, es treten neue Anbieter auf und es werden Geschäftsmodelle grundlegend in Frage gestellt. Erkennbar sind schon jetzt grundlegende Änderungen im Kundenverhalten, neue Technologien und neue Wettbewerber, aber auch ganz neue Anforderungen an Bankmitarbeiterinnen und Bankmitarbeiter sowie neue Arbeitsmethoden und agile Mindsets (NewWork). Es ist aus heutiger Sicht jedoch nicht klar, wie das technologisch veränderte Finanzsystem der Zukunft wirklich aussieht, es ist nicht klar, ob darin FinTechs eine zentrale Rolle spielen oder die Banken von heute ihre wichtige Rolle behaupten können. Klar ist lediglich, dass Wettbewerbsprozesse disruptiv sein können und dass Banken ohne Digitalisierungsstrategie und ohne nachhaltiges Geschäftsmodell zwangsläufig aus dem Markt ausscheiden werden, wie jedes andere Unternehmen auch.
Der rapide voranschreitende technologische Wandel verändert nicht nur unsere Gesellschaft, sondern insbesondere die Arbeitswelt – und stellt Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vor immer neue Herausforderungen. Im Abschlusspaket der Tarifparteien im privaten und öffentlichen Bankgewerbe haben sich die Arbeitgeber und Gewerkschaften deshalb u.a. darauf verständigt, den rund 190.000 Beschäftigten Qualifizierungsmöglichkeiten insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung aufzuzeigen. Gerade vor diesem Hintergrund sollten sich Banken mit Digitalkompetenz wappnen, Risiken und Chancen der Digitalisierung analysieren sowie technologische Änderungen und deren Auswirkungen abschätzen.
Unsere BANKENNETZWERK-Veranstaltung hat in diesem Kontext sowohl NewWork und neue Arbeitsmethoden (Agilität) als auch allgemeine Aspekte der Digitalisierung (KI, Plattformökonomie, Blockchain u.a.m.) thematisiert. Geboten wurde ein Einblick in die Herausforderungen der Digitalisierung sowie konkrete Handlungsempfehlungen zum Auf- und Ausbau von Digitalkompetenz.  


3. PRMIA FRTB und IRRBB Kongress

in Kooperation mit dem BANKENNETZWERK

Ort: DZ BANK, Ludwig-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf

Termin: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 08:30 – 17:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Dr. Sven Ludwig (Regional Director, PRMIA/Managing Director, FIS), Dr. Martin Knippschild (Konzernrisikocontrolling, DZ BANK), Dr. Andreas Werner (Partner, d-fine), Michael Speth (CRO und Mitglied des Vorstands, DZ BANK), Neil Esho (Deputy Secretary General, Basel Committee on Banking Supervision), Ira Steinbrecher (Head of division, BAFIN), Alexander Tsorlinis (Head of Market Risk, Raiffeisen Bank International), Dr. Robert Schulze (Head of Pricing and Risk Model Infrastructure, UniCredit – HvB), Olga Petrenko (Allianz), Dr. Moritz Kiese (Partner, d-fine), Dr. Dirk Talkenberger (Leitung Risikomanagement Bewertung Finanzprodukte, DekaBank), Dirk Heise (Senior Accounting & Regulatory Services, Finance, DekaBank), Udo Amroß (Head of Market and Liquidity Risk, Deutsche Pfandbriefbank), Dr. Erwin Pier Ribbert (Head of Market Risk, DZ BANK), Jochen Theis (Head of Market Risk Methodology, Deutsche Bank), Dr. Jens Rödiger (Senior Manager, d-fine), Nadja Schuster (Principal, d-fine), Ottmar Bongers (Special Advisor, BaFin), Christian Saß (Bundesverband deutscher Banken) und Dr. Kerstin Drachter (Bundesverband Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken).
 

Unser Thema:
An dem Kongress haben 14 lokale und internationale Experten Einblicke und praktische Ansätze zu den aktuellen Themen der IRRBB und FRTB präsentiert und geteilt. Dabei wurden u. a. folgende wichtige Fragestellungen beantwortet: Praktische Herangehensweise an IRRBB, NII aus finanzieller Sicht, EVE aus Sicht eines Risikomanagers, FRTB: IMA-Ansatz und seine Relevanz für Säule II, Liquiditätsrisiko und konsequentes Bankmanagement - von der Vision zur Realität, Bewältigung nichtfinanzieller Risiken wie IT-Risiken.


IBOR, EONIA, €STR – Lösungsansätze für die Umsetzung der Benchmark-Reform

Ort: BearingPoint GmbH, Speicherstraße 1, Frankfurt am Main

Termin: Mittwoch, 26. Juni 2019, 15:00 bis 19:00 Uhr

Fachvorträge- und Diskussionsrunde mit Dr. Cornelia Holthausen (Deputy Director General Market Operations, Europäische Zentralbank, EZB), Ciarán McGonagle (Assistant General Counsel, International Swaps & Derivatives Association – ISDA), Patrick Sehn (Direktor, Landesbank Baden-Württemberg LBBW) und Dr. Robert Bosch (Partner, BearingPoint GmbH).
Moderation: Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH)

Nachlese: Das Bekanntwerden des LIBOR-Skandals im Jahr 2012 stellte die Verlässlichkeit der Referenzzinssätze in Frage. Als Folge wurde das Financial Stability Board (FSB) 2013 von der G20 damit beauftragt, die Referenzzinsätze zu reformieren. Entsprechende Reformen mündeten in der EU-Benchmark-Regulierung, die u.a. die Weiterverwendung des EONIA und EURIBOR zum Ende 2021 untersagt. Parallel dazu wird die Britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) Ende 2021 die Unterstützung der LIBOR-Sätze einstellen. Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und Industrieverbände haben neue Referenzzinssätze erarbeitet, die bis zur Einstellung der bisherigen Referenzzinssätze durch die Finanzindustrie zu adaptieren sind. Im Ergebnis handelt es sich um eine fundamentale Veränderung der Marktpraxis, die von unterschiedlichen Interessengruppen getrieben ist. Auf die neuen risikofreien Referenzzinssätze umzustellen, stellt Finanzinstitutionen vor enorme Herausforderungen, die sich auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirken.
Unsere BANKENNETZWERK-Veranstaltung hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Banken und Sparkassen einen tiefen Einblick in die Herausforderungen, die durch die anstehende Benchmark-Reform auf Banken zukommen, gegeben. Ausgewiesene Experten erklärten die komplexe Thematik, zeigten Umsetzungshürden sowie Lösungen und gaben konkrete Handlungsempfehlungen für die betroffenen Fachbereiche.


Marktmissbrauch, Börsenbetrug und Kapitalmarkt-Compliance

Ort: Kanzlei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK, Georg-Glock-Straße 4, 40474 Düsseldorf

Termin: Mittwoch, 30. Januar 2019, 18:00 bis 20:30 Uhr

Fachvortrag und Diskussionsrunde mit Sebastian de Schmidt (Referatsleiter Insiderüberwachung, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin), Andreas Freudenmann (Leiter der Handelsüberwachung, Börse Stuttgart), Dr. André-M. Szesny, LL.M. (Rechtsanwalt und Partner, HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK), Dr. Stefan Hirschmann und Bostjan Godler (VÖB-Service GmbH).

Nachlese: Die Marktmissbrauchsrichtlinie (MAD II) sowie die EU-Verordnung über Marktmissbrauch (Market Abuse Regulation; MAR) dienen der Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation und definieren strafrechtliche Sanktionen für Compliance-Verstöße im Handelsgeschäft. Für Banken ziehen die regulatorischen Vorgaben eine ganze Reihe organisatorischer Maßnahmen nach sich. Dazu gehören klare Berichtspflichten und Verantwortlichkeiten, die Einbindung der für die Aufdeckung von Marktmissbrauch und Insiderhandel zuständigen Mitarbeiter in die Organisation der relevanten Geschäftsprozesse sowie eine konsequente Untersuchung aufgedeckter Geschäfte und Aufträge inkl. der Einbindung der Internen Revision bei der Untersuchung und Aufarbeitung. Von besonderer Bedeutung ist darüber hinaus die vorgeschriebene Einführung eines automatisierten Überwachungssystems, das sämtliche Geschäftsaktivitäten abdecken muss. Die Institute müssen Richtlinien und Verfahren dokumentieren, um zu gewährleisten, dass der Handel ihrer Kunden im Einklang mit den Vorschriften und Verfahren der relevanten Handelsplattformen erfolgt, an welche die Aufträge dieser Kunden weitergeleitet werden. Die Compliance-Mitarbeiter müssen schnell verfolgen und reagieren können, die Sicherstellung kontrollierter Meldungen gewährleisten und adäquate Qualifizierungen nachweisen. Zudem müssen direkte Verantwortlichkeiten für die Verdachtsmeldungen definiert und eine integritätsfördernde Unternehmenskultur geschaffen werden.


Mastering Collateral Management – Regulatorik umsetzen, Prozesse optimieren

Ort: Steigenberger Frankfurter Hof, Am Kaiserplatz, Bethmannstraße 33, 60311 Frankfurt am Main

Termin: Mittwoch, 21. November 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr

Fachvorträge und Diskussionsrunde u.a. mit Michael Cyrus (DekaBank), Andreas Ersfeld (VERMEG), Badreddine Ouali (VERMEG Group), Björn Alexander Senger (Commerzbank AG), Donatas Tamelis (Commerzbank AG) und Dr. Ralf Winckler (Capgemini).

Nachlese: Collateral Management im Handelsgeschäft umfasst den Prozess der Reduzierung von Risiken aus OTC-Derivaten sowie Repo-Leihegeschäften durch die Hinterlegung von Sicherheiten in Form von Barmitteln oder Wertpapieren. Im Hinblick auf die Wertentwicklung der Handelsgeschäfte, etwa eines OTC-Derivats, ergeben während der Vertragslaufzeit zwischen den Vertragsparteien gegenseitige Forderungen, die als offene Risikopositionen im Rahmen des Margining zur Absicherung der Nichterfüllung vertraglicher Pflichten besichert werden müssen. Diverse Faktoren beeinflussen aktuell die Sicht auf das Collateral Management sowohl auf der Buy- als auch auf der Sell-Side. Die Veränderungen sind vor allem durch regulatorische Anforderungen, neue Marktstandards, die Verknappung hochwertiger und liquider Assets sowie durch das Kundengeschäft getrieben und bedürfen einer strategischen Herangehensweise. Die Veranstaltung hat Notwendigkeiten bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen auf sowie Lösungen bei der Anpassung oder Implementierung der benötigten IT-Systeme und Infrastruktur gezeigt.

 


Sustainable Finance - Nachhaltigkeit in der Finanzwelt

Ort: DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Kämmergasse 22, 50676 Köln

Termin: Mittwoch, 24. Oktober 2018, 14:00-18:30 Uhr

Fachvorträge und Diskussionsrunde u.a. mit Jan Köpper (GLS Gemeinschaftsbank eG), Anton Bonnländer (Bank für Sozialwirtschaft AG), Prof. Dr. Anatolij Antonov (much-net AG), Nikolai Bukureschtliew (much-net AG) und Christiane Rudolph (DEG).

Nachlese: Aufbauend auf den Empfehlungen der „Sustainable Finance“-Expertengruppe hat die EU-Kommission im Rahmen des Kapitalmarktunionprojektes einen Aktionsplan zur nachhaltigen Ausrichtung der europäischen Finanzmärkte ausgearbeitet. Dabei sollen u.a. nachhaltige Anlagerichtlinien für institutionelle Investoren vorgeschrieben sowie die Nachhaltigkeit in das Risikomanagement von Banken integriert werden. Das Handeln der Akteure muss sich an einem umfangreichen Regelwerk aus gesetzlichen Vorgaben, freiwilligen Verpflichtungen zu Nachhaltigkeit, Umweltpolitik oder Corporate Governance-Grundsätzen sowie nationalen und internationalen Branchenstandards orientieren. Banken, Kapitalanlagegesellschaften, institutionelle Investoren und weitere Marktteilnehmer müssen sich frühzeitig mit den Anforderungen, Chancen und Risiken auseinanderzusetzen, die sich mittelbar und unmittelbar aus Sustainable Finance ergeben. Die Veranstaltung zeigte Erfordernisse, Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die Nachhaltigkeit in Finanzunternehmen im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung zu gestalten, zu managen und zu messen. Berücksichtigt wurden aktuelle regulatorische Vorgaben sowie moderne branchenspezifische Nachhaltigkeitsmanagementinstrumente.


Situatives Banking in der Immobilienfinanzierung – Business Breakfast

Ort: Academy of Finance Bonn, c/o VÖB-Service GmbH, Godesberger Allee 88, 53175 Bonn

Termin: Freitag, 05. Oktober 2018, 09:00 bis 11:00 Uhr

Fachvortrag und Diskussionsrunde u.a. mit Christian Klingler, Leiter Vertriebsbereich Immobilien (Sparkasse Rhein-Nahe), Prof. Dr. Dieter Rohrmeier (Hochschule der Sparkassen in Bonn), Prof. Uwe Döring-Katerkamp (Institut für angewandtes Wissen in Köln) sowie Kathleen Weigelt und Dr. Stefan Hirschmann (VÖB-Service GmbH).

Nachlese:
Das Kundenhandeln ist immer weniger vorhersehbar. Strategien auf Basis starrer Segmentierungen sind daher kritisch zu hinterfragen. Durch einen Perspektivwechsel kann dem Kunden besser begegnet werden. Situatives Banking setzt den Schwerpunkt auf Begleiten und Beobachten von Kunden, um situativ zu interagieren. Die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Instituts hängt entscheidend von der Fähigkeit ab, die eigenen Stärken in überzeugende Angebote für Kunden zu verwandeln. Dabei ist es wichtig zu verstehen, was ein Kunde von einem Anbieter erwartet, wie er vorgehen möchte und was für seine endgültige Wahl des Anbieters entscheidend ist. Die entsprechenden Kriterien unterscheiden sich mittlerweile nicht nur von Kunde zu Kunde, sondern bei ein und demselben Kunden, wenn es sich um unterschiedliche Produkte (Giro, Baufinanzierung etc.) handelt.

Das Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit den Gästen ein neues Konzept zu diskutieren, das diesen situativen Bedarf eines Kunden erfasst und zeigt, wie vertriebliche Aktivitäten darauf abgestimmt werden. Exemplarisch zeigten wir anhand der Themenwelt Immobilien, welche Konsequenzen sich daraus praktisch ergeben. Dabei begaben wir uns mit Ihnen gemeinsam auf die Kunden-Reise durch das Abenteuer Wohnen und machten erfahrbar, welche neuen Erkenntnisse sich gewinnen lassen und wie diese neuen Erkenntnisse in attraktive Angebote überführt werden. Insbesondere, wie Sie die Stärken ihres Institutes besser zur Geltung bringen.


Zukunft der Arbeit – Banken auf dem Weg zur agilen Organisation

Termin: 12. Juni 2018
Ort: Cofinpro AG, Untermainkai 27-28, 60329 Frankfurt am Main

Nachlese:
Digitale Kompetenz ist wesentlich fürs Lernen, Arbeiten und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Der rapide voranschreitende technologische Wandel verändert nicht nur unsere Gesellschaft, sondern insbesondere die Arbeitswelt – und stellt Unternehmen und ihre Beschäftigten vor immer neue Herausforderungen. Fest steht schon jetzt: Tätigkeiten, Arbeitsvorgänge und Kundenbeziehungen werden sich durch Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse nachhaltig verändern. Die Vielzahl neuartiger Technologien und Anwendungen, die mit dem digitalen Wandel einhergehen, können Unternehmen professionell und gewinnbringend nutzen – wenn sie die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und ihre Beschäftigten ausreichend dafür qualifizieren.
Im Rahmen der BANKENNETZWERK-Veranstaltung in Frankfurt diskutierten  Dr. Daniel Bartsch (Creditshelf GmbH), Daniel Höfelmann (Aareal Bank AG), Gerald Prior (Cofinpro AG) und Dr. Olaf Zeitnitz (VisualVest GmbH) mit Moderator Dr. Stefan Hirschmann (VÖB-Service GmbH) über den Reifegrad bei Banken auf dem Weg zur agilen Organisation.

Rund zwei Drittel der Kreditinstitute in Deutschland bewerten die zunehmende Digitalisierung in den vergangenen drei Jahren im Hinblick auf ihre eigene Geschäftstätigkeit positiv oder stark positiv. 69 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre hin zu einer agilen Organisation verändern wird. Die zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Cofinpro AG in Zusammenarbeit mit der VÖB-Service GmbH und dem Bankmagazin, die im Rahmen der BANKENNETZWERK-Veranstaltung vorgestellt wurde. Agile Organisationsformen erachten demnach 91 Prozent der Befragten als wichtig bzw. sehr wichtig. Von besonderer Bedeutung wird in diesem Zusammenhang die Offenheit für Neues und die Aufnahme von Impulsen von außen genannt, eine hohe Flexibilität und Wandlungsfähigkeit sowie flache Hierarchien und zeitliche Ressourcen für Neues. Als größte Hürden werden überholte Strukturen, Systeme und Prozesse sowie regulatorische Zwänge und Anforderungen des Risikomanagements gesehen. Für eine moderne Unternehmenskultur spielen nach Angaben der befragten Fach-und Führungskräfte von Finanzinstituten unternehmerisches Handeln, eine Kultur des Lernens, der Kooperation und des Vertrauens die größte Rolle.


Unternehmenskultur im Wandel durch die digitale Revolution

Termin: 14. März 2018
Ort: NRW.BANK, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf

Nachlese:
Damit die digitale Transformation gelingt, ist ein fundamentaler Wandel der bisherigen Unternehmenskultur unerlässlich. Natürlich haben sich viele Unternehmen mit der Digitalisierung befasst. Digitalisierung betrifft allerdings nicht nur den Einsatz moderner Technologien, ist keine exklusive Domäne der IT-Abteilung, sondern betrifft auch die Bereitstellung innovativer Arbeitsumgebungen und neuer Denkweisen. Menschen müssen bei der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien stets mitgenommen werden – das ist entscheidend, damit aus der Digitalisierung heraus wirklich ein wirtschaftlicher Nutzen entsteht. Das erfordert nicht nur umfangreiche Schulungsmaßnahmen, sondern auch einen Bewusstseinswandel.

Nicht nur Beschäftigte in Softwareunternehmen müssen heute über IT-bezogene Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Sowohl digitale Grundfähigkeiten als auch Spezialwissen im IT-Bereich sind in allen Branchen gefragt. Dabei ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) weist deshalb darauf hin, dass Qualifizierung integrativer Bestandteil eines jeden Arbeitsplatzes werden muss, damit Unternehmen und Beschäftigte mit der erhöhten Veränderungsdynamik am Arbeitsplatz Schritt halten können.

Wie man so etwas strategisch im Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen angeht, haben Experten im Rahmen einer Veranstaltung des „Bankennetzwerks“ in Düsseldorf gezeigt. Unter der Überschrift „Unternehmenskultur im Wandel durch die digitale Revolution“ diskutierten Digitalisierungs- und Finanzierungsprofis am 14. März 2018 mit rund 80 Gästen bei der NRW.Bank. Michael Stölting, Vorstand der NRW.Bank, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, Verbandsvorsteher der ITK Rheinland sowie Vorstand der Digitalen Stadt Düsseldorf e.V., sowie Prof. Dr. Martin R. Wolf, Lehrstuhlinhaber für Management von Informationstechnologie an der FH Aachen, schafften mit Impulsvorträgen ein gemeinsames Verständnis für Digitalisierungsdefinitionen und -aufgaben sowie Umsetzungsstrategien in der Praxis. Dr. Peter Güllmann, Bereichsleiter Unternehmens- und Infrastrukturfinanzierung bei der NRW.Bank, Dr. Nico Peters, Geschäftsführer der COMPEON GmbH, sowie Björn Schnare, Digital Leader bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank e.G., gaben der Diskussionsrunde zusätzliche Denkanstöße.

Für viele Unternehmen ist die größte Herausforderung, dass sich digitale Prozesse nur selten flexibel auf das klassische Geschäft und die altbekannten Strukturen übertragen lassen. Entsprechend hoch ist der Druck, die strategische Ausrichtung kritisch zu hinterfragen und der neuen Zeit anzupassen. Chancen der Digitalisierung können sich jedoch nur entfalten, wenn ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur in Angriff genommen wird. Statt starrer Hierarchien sind Agilität und flexible Strukturen gefragt, bei denen ein Arbeiten in autonomen Teams im Mittelpunkt steht. Nur wenigen Konzernen ist dieser Wandel schon gelungen. Sie agieren in Start-up-Strukturen, schaffen Digitaleinheiten und virtuelle Arbeitsplätze. Der Großteil tut sich hingegen mit der neuen Normailtät noch schwer.


Compliance-Frühstück: Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf 2018

Termin: 18. Januar 2018 (9.00-11.00 Uhr)
Ort:Frankfurt am Main
Referent:
Martin Daumann, Head of Compliance der Degussa Bank AG

Nachlese:
2018 wird abermals ein Jahr intensiver Regulierung mit einer Fülle von Aufgaben für alle Compliance-Beauftragten. MaRisk 6.0, BAIT und Cybersicherheit, das neue Datenschutzregime mit der EU-DSGVO und dem überarbeiteten Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie der anstehende Gesetzesvorschlag für die Fünfte EU-Geldwäscherichtlinie ziehen jede Menge Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf nach sich. Nach einer aktuellen Auswertung des regulatorischen Infodienstes RADAR, der Compliance-Verantwortliche bei der Erfüllung bankaufsichtlicher Vorgaben gemäß MaRisk AT 4.4.2. unterstützt, sind alleine im Jahr 2017 rund 500 neue Normen für die Finanzwirtschaft hinzugekommen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent entspricht – Tendenz weiter steigend. 42 Prozent davon entstammen den nationalen Urhebern Deutschlands (BaFin, Deutsche Bundesbank, BGH, Bundesregierung, Bundesministerien usw.), 45 Prozent der Normen ist den europäischen Urhebern (BCBS, EZB, EBA, ESMA, FATF, IOSCO usw.) zuzuordnen, 13 Prozent den supranationalen Normenemittenten.

Etwa 50 Compliance-Experten tauschten sich vor diesem Hintergrund im Rahmen der Veranstaltung über den aus dieser Entwicklung entstehenden Informations-, Handlungs- und Qualifizierungsbedarf aus. Präsentiert wurde u.a. ein neues Bildungsangebot mit Hochschulzertifikat – der Lehrgang "Certified Compliance Officer (CCO)" –, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Frankfurter Arbeitskreis Compliance & Governance, der Academy of Finance Bonn und der EBS Universität für Wirtschaft und Recht entwickelt wurde.

Die Notwendigkeit anerkannter Compliance-Qualifizierungen ergibt sich darüber hinaus aus einem BGH-Urteil vom 9. Mai 2017 (BGH 1 StR 265/16), demgemäß von höchstrichterlicher Seite explizit die Anstrengungen eines Unternehmens honoriert werden, ein Compliance Management System (CMS) aufzubauen bzw. kontinuierlich zu verbessern. Es lohnt sich auch während eines laufenden Verfahrens, das System permanent zu prüfen und die Prozesse zu optimieren. Das Organ erfüllt durch die Etablierung eines CMS seine ihm kraft Gesetzes obliegende Verantwortung. Für das Organ kann dies bedeuten, dass es sich im Falle einer ordnungsgemäßen Einrichtung eines CMS jedenfalls im Grundsatz von einer strafrechtlichen Haftung (teilweise) befreien kann. Dafür ist u.a. ein glaubwürdiges und in sich widerspruchsfreies CMS sowie die Fortbildung der Mitarbeiter in Compliance-Angelegenheiten erforderlich.

Ihr Ansprechpartner
Dr. Stefan Hirschmann

Dr. Stefan Hirschmann

+49 228 8192-138